Bei etwa 5-10% aller Brust- und Eierstockskrebserkrankungen liegt eine genetische Veranlagung zugrunde.
Seit 1996 wurden im Rahmen eines Deutschen Krebshilfe Projektes deutschlandweit Beratungszentren für familiären Brust- und Eierstockskrebs eingerichtet. Das Konsortium "Familiärer Brust- und Eierstockskrebs" der Deutschen Krebshilfe, bestehend aus Gynäkologen, Humangenetikern, Molekulargenetikern und Psychoonkologen aller Zentren hat interdisziplinäre Empfehlungen für Beratung, genetische Testung und Prävention formuliert.
Im Jahr 2001 hat die Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie an der HSK in Wiesbaden eine Beratungsstelle für familiären Brust- und Eierstockskrebs gegründet.
Ratsuchende und betroffene Frauen und Männer, welche die folgenden Einschlusskriterien erfüllen und volljährig sind, empfehlen wir eine interdisziplinäre Beratung an einem spezialisierten Zentrum für familiären Brust- und Eierstockskrebs.
Berücksichtigt werden sollten erst- und zweitgradige Verwandte der gleichen Familienseite (mütterlich oder väterlich) z. B. Mutter, Schwester, Tante, Großmutter, Onkel etc.
Die interdisziplinäre Beratung durch Gynäkologen, Humangenetiker und Psychologen beinhaltet Informationen über das individuelle Erkrankungsrisiko, Möglichkeiten der Gendiagnostik, Früherkennung und Prävention.